Dorfgeschichte: Die Ursprünge des Steinschaler Dörfl
Die Geschichte des Steinschaler Dörfls: Vom historischen „Waitzgraben“ zum exklusiven Eventdorf. Basis ist ein über 500 Jahre alter Bergbauernhof in Frankenfels.
Ein Stück Mostviertler Kulturgeschichte neu erfunden
Wenn Sie das Steinschaler Dörfl im malerischen Dirndltal für Ihr nächstes Dorfevent mieten, buchen Sie nicht nur eine nachhaltige und hochmoderne Event-Location. Sie betreten ein tief verwurzeltes Stück regionaler Kulturgeschichte. Unser exklusives „Rent a Village“-Konzept vereint den Charme und die Authentizität jahrhundertealter Traditionen mit den Annehmlichkeiten modernster Seminarkultur – alles aus einer Hand.
Im Dirndltal wird eine besondere Tradition gepflegt: der sogenannte „Hausname“ (auch Vulgo-Name). Höfe und Häuser mit Geschichte werden hier nicht nach ihren aktuellen Besitzern benannt, sondern tragen stolz ihren historischen Namen weiter.
Der historische Name des heutigen Steinschaler Dörfls lautet Waitzgraben (in alten Landkarten oft noch Weichartsgraben). Bereits im Jahr 1449 wurde dieser Name erstmals urkundlich erwähnt. Er geht vermutlich auf einen mittelalterlichen Bewohner namens Wichart oder Vojslaw (deutsch oder slawisch) zurück. Dieser Mann war in der damaligen Zeit so bedeutend, dass der gesamte Hof nach ihm benannt wurde. Bis heute wird der traditionsreiche Name Waitzgraben von den Einheimischen in Frankenfels oft synonym für das Steinschaler Dörfl verwendet.
Besitzer-Historie: Waitzgraben
Informationen entnommen aus dem Frankenfelser Häuserbuch.
- 1449 Lenncz zu Weisleichs grabn, zu Weislatzgrabn; Janns zu Gaislaczgrabn
- 1630 Leopoldus Gannes, Maria (1657 bei der Hochzeit einer Tochter auf Ober-Baumgarten erwähnt).
- 1650 – Jakob Schackerl, Barbara; sie stirbt 1696.
- 1692 – Matthias Schäkherl (Sohn) oo Eva Khötterlin (Taschlgraben).
- 1722 – Magdalena Schäkherlin (Tochter) oo Johann Winter (Unter-Stein).
- 1749 – Magdalena Wintterin (Witw.) oo Johann Georg Kärner (Unter – Hehenberg).
- 1774 – Johann Georg Kärner (Witw.) oo Barbara Ennerin (Hafnerreith. Gem. Schwarzenbach)
- 1799 – Barbara Karnerin (Witw.) oo Anton Schackerl (Grohmann), [H11]
- 1828 – Anton Schackerl (Witw. seit 1818) verk. an den Sohn Leopold Schackerl und Josepha Haas. (Inwohnerstochter im Rieglhäusl, Gem. Loich, Oedgegend)
- 1833 – Leopold Schackerl (Witw.) oo Maria Wieland (Ober – Hehenberg)
- 1964 – Maria Schackerl (Witw.) verk. 1874 an den Sohn Andreas Schagerl und Maria, geb. Jagetsberger (Schwarzengraben, Gem. Kirchberg, Soisgeg, [Gbc, Gb].
- 1904 – Johanna Schagerl (Tochter Ü), Anton Wieland (Wasserhäusl, Gem. Loich, Hammerlmühlgegend). Wieland war vorher Holzknecht und Bergknappe.
- 1940 – Anton Wieland (Sohn, Ü); seit 1939 verh. mit Marie Trescher (Oberhainbach, Gem. Schwarzenbach)
- 1965 – Besitzer: Anton und Franziska Wieland
- seit 1990 Fam. Weiß, Steinschaler Naturhotels
Historische Facts
- Inschriften: Ein Durchzugsbaum trägt die Aufschrift „17 IHS 73“
- Inschriften: Über dem Sparherd steht „10 A.u.J. W. 20“ sowie „Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut“
- Gewerbe: Anton Wieland jun. (Besitzer unmittelbar vor der Fam. Weiß) hatte lange Zeit ein Raupenfahrzeug für Erdbewegungsarbeiten und war damit weit und breit bekannt. Es war dies ein Caterpillar T6.
- Grundbesitz damals: Wurde 1873 geführt mit 7 Joch Äcker, 2 Wiesen und 3 Joch Hutweiden sowie 1/2 Joch Wald
- Ungeklärte Namens-Herkunft der Ortslage: Die mundartliche Aussprache „waitsgrom“ deutet auf einen Graben, in welchem im Mittelalter ein Mann namens „Weichart“ lebte hin. Hiermit stimmen jedoch die urkundlichen Belege von 1449 nicht ganz überein, so dass die Klärung offen bleibt.
Bauernhaus von damals
Sie tagen und feiern auf einem traditionellen Bauernhof – aber modernisiert und mit dem vollem Komfort von heue.
Der erste Seminarraum
Der erste im Dörfl gebaute Seminarraum erhielt den Namen Waitzgraben, um die Tradition des alten Hausnamens weiterleben zu lassen.